Das Sammelgebiet “Bautenserie 1948”

Ganzsachen

a) Ganzsachen P1 – P8

Amtliches:
Amtsblatt vom 26.11.48 68/1948  Nr. 375:

Mit sofortiger Wirkung werden folgende Postkarten eingeführt:
8 Pf gelb                            [Anm.: für den Ortsverkehr]
10 Pf grün                          [Anm.: für den Fernverkehr]
20 Pf rot als Weltpostkarte [Anm.: Auslandsverkehr]

mit dem Motiv “das Holstentor zu Lübeck”.

Ganzsachen Unterscheidung der Inlandskarten:

der PLZ Kreis trifft die Teilungslinie links
P1, P2 und P4

der PLZ Kreis trifft die Teilungslinie mittig
P6, P7 und P8

Zusätzliche Unterscheidung bei Ganzsache P2:

          – Type  I: Schriftzug “Postkarte” 20 mm lang
          – Type II: Schriftzug “Postkarte” 24 mm lang

 

Ganzsache

P1

Ganzsache P1
für den Ortsverkehr

P2 II

Ganzsache P2 II
für den Fernverkehr
(Schriftzug: Postkarte 24 mm)

P5

Ganzsache P5
für den Auslandsverkehr
(Vorderseite)

Ganzsache P5
für den Auslandsverkehr
(Rückseite)

P7

Ganzsache P7
für den Fernverkehr

P8

Ganzsache P8
mit Fragekarte
(Vorderseite)

Ganzsache P8
mit Antwortkarte
(Rückseite)

b) Ganzsachen mit privatem Zudruck

Dabei handelt es sich um amtliche Ganzsachen, auf denen nachträglich von privater oder öffentlicher Seite in einem separaten Druckprozess weitere textliche oder bildliche Informationen wurden hinzugefügt.

Ganzsache PZ 1 (Urkarte P1)
Esperanto Kongress Göttingen von 1949

c) Ganzsachen mit amtlichen Zudruck

Ganzsache mit Amtlichem Zudruck
Mainzer Sängerbundfest
(Vorderseite)

Ganzsache mit Amtlichem Zudruck
Mainzer Sängerbundfest
(Rückseite)

d) Ganzsachen mit Abweichungen z.B.:

1) Abklatsch

Ganzsache P1 “Abklatsch”

e) Ganzsachen mit Plattenfehlern

Die Erforschung der Plattenfehler ist bis heute noch nicht durchgeführt bzw. beendet.

 

f) Funklotteriekarten

Die Lotterie wurde von der Deutschen Hilfsgemeinschaft über den Norddeutschen Rundfunk veranstaltet und diese Postkarten dienten zur Teilnahme der Ratesendung Funklotterie. Für die ersten Sendungen ab 15. August 1948 gab es weder spezielle Postkarten, noch sonstige Formulare hierfür und als Bezahlung legten die Teilnehmer einen 50 Pfennig Geldschein im Brief bei. Die ersten Exemplare der Postkarten erscheinen am 10. Mai 1949 mit Wertstempeleindruck von zunächst 10 Pfennige. Der Verkaufspreis betrug anfangs 70 Pfennige und wurde aber am 27. Juli 1951 auf 65 Pfennige gesenkt. Der Gewinn wurde für wohltätige Zwecke verwendet. Zwischenzeitlich lief die Sendung im Fernsehen, nach zwölf Folgen wechselte sie im November 1961 dann wieder zurück auf das Radioformat. Die Funklotterie wurde im April 1969 eingestellt. Moderatoren der Sendung waren Just Scheu, Carl Voscherau und Annette von Aretin.

Amtliches:

Amtsblatt vom 3.5.49 32/1949  Nr. 176:
Tag der ersten Ausgabe ist der 10. Mai 1049.

Unterscheidung der Funklotterie Ganzsachen

Vorderseite:

        • FP 1 ist die Adresse (24a) Hamburg 36
        • FP 2 ist die Adresse (24a) Hamburg 1

Type I ist der Verkaufspreis durch ein Gummistempel geändert worden
Type II ist der Verkaufspreis Handschriftlich geändert worden

 

Rückseitig:         

        • A) sieben Zeilen, Text endet mit ” … Unkosten 50 Pf”
        • B) sieben Zeilen, Text endet mit ” … Unkosten 55 Pf”
        • C)    fünf Zeilen, Text endet mit ” … eingeliefert sein”

Ausschnitt FP 1A und FP 2A

Ausschnitt FP 2B

Ausschnitt FP 2C

Ganzsache FP 1A
Vorderseite

Ganzsache FP 1A
Rückseite

Mehr zu dem Thema finden Sie in unseren Mitteilungsblättern oder Bauten-Spezialkatalog. Als Mitglied können Sie von den Erfahrungen unserer Mitglieder und der weiteren Forschung dieser Besonderheiten profitieren.

Inhaltsverzeichnis

1) Geschichte der Bautenserie

2) Typen der Marken
    – Farben
    – Wasserzeichen

    – Zähnungen

3) Untertypen der Marken
    – Markenbild
    – Wertzahl

4) Herstellungs-Besonderheiten
    – Anomalien des Drucks
    – Anomalien der Zähnung

5) Randbesonderheiten
    – Schutzstriche

    – Plattennummern
    – Bogenkontrollstempel
    – Handschriftliche HAN Nummer

    – Vertauschter Reihenwertzähler

6) Merkmale und Plattieren
    – Druckbogen und Schalterbogen
    – Herstellung der Druckplatten
    – Das Offsetdruckverfahren
    – Entstehung der Merkmale

7) Ganzsachen
    – Ganzsachen P1 – P8
    – mit privatem Zudruck
    – mit amtlichen Zudruck
    – mit Abweichungen
    – mit Plattenfehlern

    – Funklotteriekarten

8) Sammlungs Beispiele
    – Nach Typen mit Wasserzeichen und
       Zähnungsvarianten

    – Mit Ober.- und Unterradstücken
       mit und ohne Schutzstriche

    – Nach Plattennummern und
       Bogenkontrollstempeln

    – Von Plattierungen
    – Nach Portostufen und postalischen
       Dienstleistungen

    – Nach Stempelarten auf
       Bautenmarken und Briefen

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