Das
Brandenburger Tor ist ein 26 Meter hoher, 65,5 Meter
breiter und 11 Meter tiefer frühklassizistischer
Natursteinbau aus Elbsandstein. Es wurde nach dem
Vorbild der Propyläen zur Akropolis in Athen gestaltet.
Das Tor hat fünf Durchfahrten, von denen die mittlere
etwas breiter ist, und zwei Torhäuser. Es wird durch
sechs je 15 Meter hohe dorische Säulen auf jeder Seite
geprägt, die nach ionischer Art kanneliert sind und am
Fuß einen Durchmesser von 1,75 Meter haben. Bautechnisch
genügen die Säulen nicht den klassischen Vorbildern,
sondern sie sind nach innen mit massivem tragenden
Mauerwerk verbaut. Die Attika und die Innenseiten der
Durchfahrten sind mit Reliefs bedeckt, die unter anderem
Taten des Herkules darstellen.
In den beiden Torhäusern stehen große Skulpturen des
römischen Kriegsgottes Mars, der das Schwert in die
Scheide steckt, und der Göttin Minerva mit Lanze. Die
Modelle der beiden Statuen stammten von Johann Gottfried
Schadow aus dem Jahr 1792. Mars wurde von Carl Friedrich
Wichmann angefertigt, Minerva von Johann Daniel Meltzer.
Letztere wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und
zwischen 1951 und 1952 durch eine Kopie des
Bildhauerkollektivs Kranolda ersetzt